Zum ersten Mal kein Schnee – dachte man zumindest! Sonnenschein ohne Ende am Samstag war zwar nicht gerade förderlich für den Messebesuch, aber wenigstens hielten die Schneemassen vergangener Jahre nicht die Besucher vom Erscheinen auf der größten Aquaristik-Messe Süddeutschlands ab. Dass dann in der Nacht von Sonntag auf Montag nahezu 15 Zentimeter Neuschnee auf die abbauenden Aussteller und vor allem auf die Strassen fielen, war den Besuchern dann schon ziemlich egal,
Was gab es Neues? Eigentlich nur wenig. Die LED-Beleuchtung dringt immer weiter vor, inzwischen auch zu erschwinglicheren Preisen. Dass bei günstigen Preisen auch nur schwächere LEDs verwendet werden können, sollte jedem klar sein. Der Ansatz, mit dem Aquariumwasser die LEDs zu kühlen und damit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen – Verlängerung der Lebensdauer und Heizung des Aquarienwassers – ist ein interessantes Konzept.
Wie immer war die Börse er stark frequentierter Tummelplatz für züchtenden Aquarianer auf der einen und Schnäppchenjäger auf der anderen Seite. Aber auch hier scheinen die Grenzen des Möglichen erreicht. Wenn sich Angebot und Nachfrage die Waage halten, sind beide Parteien zufrieden. Und dies war auch der Tenor der Anbieter.
Christian Homrighausen gelang es auf seine freundliche und joviale Art, Kinder und Jugendliche bei der Einrichtung von Nano-Cubes in den Bann zu ziehen – So werden Jugendliche für das Hobby sensibilisiert und zu interessierten Aquarianern gemacht. Auch wenn er für die Aquarianer-Szene nicht als der Lautsprecher bekannt ist, so ist dem Insider das enorme Fachwissen von C. Homrighausen bekannt und man kann Dennerle nur zur Nutzung dieses Allround-Genies gratulieren!

Der süddeutsche Ableger des AKWB zeichnete sich für die Betreuung der Wirbellosen-Ausstellung verantwortlich, deren “Insassen” von der Firma “Crustapoint.de” für die 3-Tage-Messe zur Verfügung gestellt wurden. Auch hier klappte die Zusammenarbeit zwischen dem AKWB und dem Chefredakteur der Zeitschrift “Caridina” des Dähne Verlags, Friedrich Bitter, hervorragend. Sicherlich hat unser Referent Bernd Kaufmann hier nicht die letzten Aufnahmen für seinen dortigen Vortrag über Algen gemacht. Ein Thema, das so viele interessierte Zuhörer anlockte, dass die Bestuhlung im Vortragsbereich nicht ausreichte. Aber auch die anderen Vorträge waren deutlich besser besucht als in den Vorjahren.
Wie bereits im Vorbericht erwähnt, veranstalteten die Guppyfreunde Deutschlands e.V. einen Wettbewerb und zeigten ihre Tiere im Rahmen der Bewertung in kleinen, bepflanzten Nanoaquarien. Es bleibt zu hoffen, dass Besucher, die nicht von den vielen freiwilligen Helfern des Vereins informiert wurden, nicht auf die Idee kommen, Fische in solchen kleinen Becken zu halten. Dies mag für eine Übergangszeit funktionieren, aber auf Dauer sollten diese Aquarien der Pflege von Zwerggarnelen und anderen kleinen Wirbellosen dienen.
Auf dem Stand von Kölle Zoo, immer wieder einem Highlight der Messe, präsentieren einige der großen Aquaristik-Hersteller wie sera, Dennerle, JBL, Tetra, EHEIM oder Juwel ihre Produkte. Das Angebot war sehr reichhaltig, ausgewiesene Messerabatte dürften für jeden Kaufwilligen die Reise nach Friedrichshafen lohnenswert gemacht haben.
Aquarianer-Hock, eine Vielzahl eingerichteter Aquarien und das Engagement der Aquarienvereine der Umgebung sind der Garant dafür, dass sich auch eine weite Anreise zum Bodensee lohnt. Von daher: Bis zum nächsten Jahr auf der Aqua-Fisch 2012!
















